Vorstellung des Vereins
Der Verein der Freunde des Fort-Museums Chillon ist eine unpolitische, gemeinnützige Organisation, die gegründet wurde, um das Museum Fort de Chillon zu unterstützen und dessen Ausstrahlung zu fördern. Der Verein engagiert sich für die Erhaltung und Erweiterung der Sammlungen sowie für die Unterstützung kultureller, historischer, nachhaltiger und denkmalpflegerischer Initiativen im Zusammenhang mit dem Fort und seiner Umgebung.
Er wurde auf unbestimmte Zeit gegründet und vereint Kulturerbe-Enthusiasten, Mäzene und institutionelle Partner, die entschlossen sind, diesen aussergewöhnlichen historischen Ort zu bewahren und zu fördern. In Zusammenarbeit mit dem Museum beteiligt sich der Verein an der Organisation von Veranstaltungen, der kulturellen Vermittlung und der Beschaffung neuer Ausstattungen.
Die Freunde des Fort-Museums Chillon verfolgen mehrere zentrale Ziele
Die Interessen des Fort-Museums Chillon zu vertreten und seine Weiterentwicklung durch Projekte zur Erhaltung und Aufwertung des Kulturerbes zu unterstützen.
Veranstaltungen und Aktionen zu fördern und zu organisieren, um die Öffentlichkeit für die historische und kulturelle Bedeutung des Forts zu sensibilisieren.
Mäzenatentum, Sponsoring und Patenschaften zu fördern,um die notwendigen Mittel für die Umsetzung der Projekte des Museums zu mobilisieren.
Zusätzlich zu diesen Zielen verfolgt der Verein folgende Aufgaben:
Erwirbt Werke und Objekte von historischem Interesse zur Erweiterung der Museumssammlungen.
Unterstützt die kulturelle Vermittlungdurch die Verbreitung historischer Inhalte.
Beteiligt sich an der Erhaltung des baulichen Erbes durch Beiträge zur Pflege und Restaurierung des Forts.
Fördert wissenschaftliche, historische und nachhaltige Forschungsprojekte im Zusammenhang mit der Geschichte von Chillon und der umliegenden Region.
Ein historischer Ort als Zeugnis der Schweizer Militärstrategie des 20. Jahrhunderts
Ursprung des Forts von Chillon und seiner Kompanien 1942–1995
Cap Christian Welter
Letzter Kommandant der Festungskompanie 55 und des Forts von Chillon sowie Mitglied des Vereins der Freunde des Museums Fort de Chillon
In den 1930er-Jahren war die Bedrohung aus dem Süden für die Schweiz eine reale Gefahr. Heute wissen wir, dass sich Hitler und Mussolini bei ihrem Treffen am Brenner die Schweiz aufgeteilt hatten. In seiner ersten Version von 1935 sah der Tannenbaum-Plan des OKW einen deutschen Angriff mit 15 Divisionen vor; die Italiener planten mit 30 Divisionen.
Auf der Einfallsachse über den Grossen Sankt Bernhard beträgt die Distanz von der Passgrenze bis zum Plateau-Ausgang bei Vevey 94 km, ab Saint-Gingolph sind es nur 20 km. Ab 1941 begann die Schweiz, im Rahmen der mittlerweile berühmten Strategie des Réduit National, diese Achse zu befestigen.
In ihrer Endfassung umfasste die Verteidigungsanlage – neben den Sektortruppen und gesprengten Bauwerken – drei Festungswerke: Champex, Combeire und Follatères. Zwischen Martigny und Saint-Maurice sicherten zwei Festungskompanien das Rhonetal.
Daran schlossen sich die Sperre von Saint-Maurice und die Engstelle von Chillon an.
Ein Museum der sozialen Kohäsion
Zahlreiche Vereinigungen in der Schweiz sowie die drei Museen der Stiftung HAM leisten bewundernswerte Arbeit bei der Erhaltung von militärischem Material. Doch das Museum Fort de Chillon ist das einzige Museum, das den Schweizer Soldaten Ehre erweist, die bereit waren, unter extremen Bedingungen zu leben, um das Vaterland und seine Werte über mehr als 175 Jahre hinweg zu verteidigen.
Das Museum des Forts von Chillon ist ein Abbild der Schweiz:
- Unserer Kultur,
- Unserer sprachlichen Vielfalt,
- Unserer Werte im Dienst des Vaterlands,
- Unserer Schweizerischen Innovationskraft und unseres Know-hows in allen Bereichen,
- Unserer Fähigkeit zur Zusammenarbeit, zur Solidarität und zur gemeinsamen Verteidigung trotz unserer Unterschiede.
Kulturschaffende beschreiben uns wie folgt: « Ein Ort der Erinnerung, der Identität und der sozialen Kohäsion, der einen umfassenden Einblick in die Schweiz bietet – von ihrer sprachlichen Vielfalt über ihre patriotischen Werte bis hin zu ihrer Innovationskraft und ihrem handwerklichen Können. Als innovatives und lehrreiches Museum stellt es eine bedeutende Bereicherung für die Schweiz dar. »
Offizielle Gedenkfeier zum 80. Jahrestag des Brandes von Saint-Gingolph (Frankreich) in Anwesenheit von Vertretern aus Veytaux, Montreux, Saint-Gingolph, dem Präsidenten der Fondation Général Henri Guisan sowie des Souvenir Français.
