Les 7 chats du Général Dufour
Christian Marbach (ehemaliger Schüler der École Polytechnique – Paris – Jahrgang 1956), der in der Gemeinschaft der Polytechniker sehr aktiv ist und als produktiver Autor gilt, hat Die sieben Katzen des Generals Dufour geschrieben – eine Darstellung von General Dufour, einem Schweizer Polytechniker des Jahrgangs 1807, dessen Karriere zu den außergewöhnlichsten zählt.
Der Autor hat jedoch nicht den Weg gewählt, seiner eigenen Biografie eine weitere zu der bereits umfangreichen Liste der veröffentlichten Biografien hinzuzufügen. Stattdessen entschied er sich für eine poetische Form und lieh dafür die Stimmen hypothetischer Katzen (sieben, wie er sagt), mit denen der General sein öffentliches und vor allem sein privates Leben geteilt haben könnte. Aus dieser Entscheidung entsteht eine charmante und gutmütige Fantasie darüber, wie das gelebte Leben einer großen Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts – zudem eines Schweizers – gewesen sein könnte. Gutmütig, aber keineswegs weniger ernsthaft und reich an kulturellen Anspielungen über mehr als 300 umfangreiche Seiten hinweg.
Aus einer Genfer Familie stammend und durch die Zeit der Revolution französischer Staatsbürger geworden, besteht Guillaume-Henri Dufour erfolgreich die Aufnahmeprüfung der École Polytechnique. Dort schließt er zahlreiche Freundschaften und entwickelt seine Fähigkeiten im mathematischen Denken, seine wissenschaftliche Neugier sowie sein Talent für Zeichnen und Schreiben. Als Ingenieuroffizier nach Korfu versetzt, sammelt er dort seine ersten Erfahrungen im militärischen Kommando.
Doch der Sturz Napoleons zwingt ihn zu neuen Entscheidungen. Er lässt sich in Genf nieder, wo er zu einem angesehenen Ingenieur wird. Mit klugen Urbanisierungsprojekten prägt er die Entwicklung der Stadt und übernimmt politische wie militärische Funktionen – stets mit großer Bescheidenheit.
Ab 1830 überträgt ihm die Schweizerische Eidgenossenschaft Aufgaben, die weit über den kantonalen Rahmen hinausgehen. Er übernimmt die Leitung der Nationalen Offiziersschule, beginnt methodisch mit dem großen Projekt der topografischen Karte der Schweiz und übernimmt während der Sonderbundskrise mit Umsicht die Verantwortung für die militärischen Operationen, bevor er mit Menschlichkeit die Rückkehr zum Frieden organisiert. Immer bereit, seinem Land zu dienen, spielt er später eine entscheidende Rolle bei der Gründung des Roten Kreuzes an der Seite von Henry Dunant, unterstützt von Napoleon III., der einst sein Schüler war.
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Um dieses Leben zu erzählen, teilt Christian Marbach (Polytechniker X1956) die Feder mit den Katzen Dufours. Sie begnügen sich nicht damit, am Familienleben in Genf oder in Montrottier teilzunehmen; sie begleiten Dufour nach Paris ebenso wie nach Korfu, finden die Informationen, die er benötigt, und helfen ihm mit ihrer schelmischen Dialektik, seine Gedanken zu präzisieren. Ihr Bemühen um historische Wahrheit hindert sie jedoch nicht daran, gelegentlich den Ton der Legende anzuschlagen.
Claude Gondard (Polytechniker X1965) illustriert diese Erzählung mit seinem anerkannten Talent als Zeichner und leidenschaftlicher Graveur und erweist dabei sowohl dem General als auch seinen Katzen großen Respekt.
In seinem Vorwort würdigt Jean-Jacques Langendorf, ein bedeutender Historiker Dufours, den General, seinen Biografen und seine Katzen mit einer eindrucksvollen Hommage.
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Das Buch ist erhältlich im Fort de Chillon oder in den Salons du Général Dufour (Genf).
Format 16 x 23 cm. 320 pages – 25 euros TTC
Mit 12 Originalillustrationen von Claude Gondard
Hochwertiges Papier im Innenteil und für den Einband
ISBN 978-2-492391 – 019
